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Vom Inhouse-Administrator zum SAP Security Consultant – mein Perspektivwechsel

  • Autorenbild: Florian Dresen
    Florian Dresen
  • vor 17 Stunden
  • 6 Min. Lesezeit

Hätte man mich vor ein paar Jahren gefragt: „Was wirst du wohl bis zum Ende deiner beruflichen Laufbahn machen?“, hätte ich vermutlich geantwortet: Weiterhin als Inhouse-Systemadministrator und Projektunterstützer arbeiten und die unterschiedlichsten Themen rund um die eigenen Systeme betreuen. Ich fühlte mich wohl in dieser Rolle, kannte die internen Abläufe und Prozesse des Unternehmens und wusste, wie die Systeme funktionieren. Schließlich hatte ich viele davon selbst mit aufgebaut und über Jahre begleitet.


Heute arbeite ich als SAP Security Consultant bei Go Next. Und rückblickend kann ich sagen: Dieser Wechsel war eine der spannendsten Entscheidungen meiner bisherigen beruflichen Laufbahn.


Warum das so ist, was sich für mich verändert hat und welche Learnings ich aus der Veränderung ziehen konnte, möchte ich in diesem Beitrag aus meiner persönlichen Sicht erzählen.



Vom Inhouse-Administrator zum SAP Security Consultant


Die Entscheidung für SAP Security Consulting – raus aus der Komfortzone


Als Inhouse-Administrator kommt man zwangsläufig immer wieder mit externen Beratern in Kontakt, die neue Produkte vorstellen, Lösungen entwickeln oder diese gemeinsam mit dem Unternehmen implementieren. Dabei habe ich mich schon früher gefragt, wie abwechslungsreich die Arbeit eines Consultants eigentlich sein muss: unterschiedliche Unternehmen kennenlernen, sich immer wieder auf neue Situationen einstellen, mit den verschiedensten Menschen zusammenarbeiten und regelmäßig vor neuen Systemlandschaften und Herausforderungen stehen.


Gleichzeitig war mir aber auch bewusst, dass genau diese Abwechslung ihre Herausforderungen mit sich bringt. Man muss sich schnell in neue Systeme einarbeiten, die Prozesse und Strukturen eines Unternehmens verstehen, zahlreiche neue Ansprechpartner kennenlernen und gleichzeitig den Erwartungen des Kunden gerecht werden. Das Stresslevel kann dadurch natürlich ein anderes sein als in einem über Jahre vertrauten Inhouse-Umfeld.


Am Ende stand für mich also eine Entscheidung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Welten:

Auf der einen Seite bekannte Abläufe, vertraute Gesichter und Systeme, die man selbst mit aufgebaut und über Jahre betreut hat.

Auf der anderen Seite ständig wechselnde Bedingungen, neue Kunden, neue Anforderungen und Herausforderungen.


Aber genau das war vermutlich der Punkt, der mich am meisten gereizt hat, weshalb ich letztendlich den Schritt in die externe Beratung gewagt habe. Und bei all den neuen Anforderungen und Herausforderungen gibt es einen Faktor, der für mich heute wichtiger ist denn je: das Team, das hinter einem steht.



Das Team


Meine Entscheidung war deshalb nicht nur eine Entscheidung für spannende Aufgaben und neue Herausforderungen. Sie war auch ganz bewusst eine Entscheidung für ein junges, motiviertes Team, das gemeinsam im Bereich SAP Security wachsen möchte.

Gerade ein kleines Team bietet aus meiner Sicht viele Vorteile. Die Kommunikationswege sind kurz, Wissen kann schnell ausgetauscht werden und bei schwierigen Themen findet man unkompliziert Unterstützung.


Gleichzeitig bekommt man früh die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, eigene Ideen einzubringen und sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Bei Go Next habe ich gelernt, wie eng ein Team zusammenarbeiten kann und welchen Unterschied ein gutes Arbeitsklima im Alltag macht. Und natürlich tragen auch die regelmäßigen Teamevents ihren Teil dazu bei.



Wie bin ich eigentlich bei Go Next gelandet?


Gerade im Consulting habe ich noch einmal gemerkt, wie wichtig Networking sein kann.

Ein gutes Netzwerk schafft nicht nur Sichtbarkeit innerhalb der Branche. Durch den Austausch mit anderen Menschen entstehen Kontakte, neue Perspektiven und manchmal Möglichkeiten, mit denen man vorher überhaupt nicht gerechnet hat.

Genau so war es auch bei mir.


Aus einem zunächst völlig unverbindlichen Gespräch, bei dem es eigentlich nur darum ging, sich auszutauschen und zu connecten, entwickelte sich eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Und daraus wiederum ziemlich schnell die Entscheidung für Go Next.

Der Vibe, das Team und vor allem die Möglichkeiten, gemeinsam etwas aufzubauen und sich weiterzuentwickeln, waren genau das, was mich zu diesem Zeitpunkt gereizt hat.

Manchmal kann aus einem einfachen Gespräch eben doch deutlich mehr entstehen.



Inhouse vs. Consulting: Zwei Welten mit unterschiedlichen Schwerpunkten


Jetzt stellt sich vielleicht die Frage, welche Rolle mir besser gefällt: die des Inhouse-Administrators oder die des Consultants.

Die ehrliche Antwort lautet: Beide Rollen haben ihre eigenen Stärken und Herausforderungen.


Als Inhouse-Administrator ist man sehr nah am eigenen Unternehmen. Man kennt die Prozesse, die Kollegen, die Systeme und häufig auch die Historie hinter vielen Entscheidungen. Dadurch kann man Themen langfristig begleiten und sehen, wie sich Lösungen über Jahre entwickeln.


Im Consulting sieht das etwas anders aus. Hier wechselt das Umfeld regelmäßig. Man arbeitet mit unterschiedlichen Unternehmen, Branchen und Systemlandschaften zusammen und bekommt dadurch Einblicke, die man in einer einzelnen Organisation oft nie sammeln würde.


Beide Perspektiven sind wertvoll. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich darin, wie man arbeitet, lernt und Herausforderungen begegnet.



Beide Positionen mit Vor- und Nachteilen


Inhouse-Adminstrator

Vorteile

Herausforderungen

Tiefe Kenntnisse der eigenen Systeme und Prozesse

Weniger Einblicke in andere Unternehmen und Arbeitsweisen

Langfristige Begleitung von Projekten und Entwicklungen

Gefahr, fachlich in bekannten Mustern zu bleiben

Feste Ansprechpartner und eingespielte Teams

Fachlicher Austausch außerhalb des Unternehmens ist oft begrenzter

Hohe Planungssicherheit und häufig besser planbare Arbeitsabläufe

Weniger Abwechslung im Tagesgeschäft

Starke Identifikation mit dem Unternehmen und den eigenen Lösungen

Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten können stärker von der Unternehmensgröße abhängen


SAP Security Consultant

Vorteile

Herausforderungen

Hohe Abwechslung durch unterschiedliche Kunden und Projekte

Regelmäßige Einarbeitung in neue Systeme und Prozesse erforderlich

Steile Lernkurve und kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung

Höherer Anpassungsaufwand bei wechselnden Rahmenbedingungen

Einblicke in verschiedene Branchen und Unternehmensstrukturen

Neue Ansprechpartner und Arbeitsweisen in nahezu jedem Projekt

Breiter Erfahrungsschatz durch unterschiedliche Herausforderungen

Erwartungen verschiedener Kunden müssen gleichzeitig berücksichtigt werden

Austausch mit vielen Experten und Spezialisten

Höherer Kommunikations- und Abstimmungsaufwand


Auch wenn die Unterschiede auf den ersten Blick groß erscheinen, profitieren beide Rollen voneinander. Viele Fähigkeiten aus meiner Inhouse-Zeit helfen mir heute dabei, die Herausforderungen meiner Kunden besser zu verstehen. Gleichzeitig hat mir das Consulting neue Perspektiven eröffnet, die ich als Inhouse-Administrator vermutlich nie kennengelernt hätte. Am Ende kommt es weniger darauf an, welche Rolle grundsätzlich besser ist, sondern vielmehr darauf, welche Arbeitsweise am besten zur eigenen Persönlichkeit und den persönlichen Zielen passt.



Meine wichtigsten Learnings aus dem Wechsel


Nach 1,5 Jahren habe ich einige Erkenntnisse gewonnen, die ich vermutlich auch anderen mitgeben würde:


Fachwissen allein reicht nicht aus

Als Inhouse-Administrator lag mein Fokus häufig stark auf den Systemen selbst. Im Consulting habe ich gelernt, dass Kommunikation, Erwartungsmanagement und der Umgang mit unterschiedlichen Ansprechpartnern mindestens genauso wichtig sind.


Nicht alles sofort zu wissen, ist völlig normal

Zu Beginn wollte ich möglichst schnell in jedem Thema tief drin sein. Mittlerweile habe ich gelernt, dass niemand jede Systemlandschaft und jeden Prozess auf Anhieb verstehen kann. Entscheidend ist vielmehr, die richtigen Fragen zu stellen und strukturiert vorzugehen.


Unterschiedliche Sichtweisen sind ein großer Vorteil

Die Erfahrungen aus meiner Inhouse-Zeit helfen mir heute dabei, die Bedürfnisse und Herausforderungen meiner Kunden besser nachzuvollziehen. Gleichzeitig habe ich durch das Consulting gelernt, Probleme aus deutlich mehr Blickwinkeln zu betrachten.


Wachstum entsteht meistens außerhalb der Komfortzone

Der wahrscheinlich wichtigste Punkt: Viele der Erfahrungen, die mich heute fachlich und persönlich weitergebracht haben, wären in meiner gewohnten Umgebung vermutlich nie entstanden.



Mein Rat für alle, die über einen Wechsel nachdenken


Wer aktuell im Inhouse-Bereich arbeitet und mit dem Gedanken spielt, ins Consulting zu wechseln, sollte sich vor allem eine Frage stellen:

Möchte ich dauerhaft in einem vertrauten Umfeld arbeiten oder reizt mich die Möglichkeit, regelmäßig neue Unternehmen, Menschen und Herausforderungen kennenzulernen?


Es gibt hier kein richtig oder falsch. Beide Karrierewege können hervorragend zu den eigenen Stärken und Zielen passen.

Mein Tipp wäre jedoch, den Schritt nicht allein aufgrund einer neuen Stellenbezeichnung oder anderer Projekte zu machen. Viel wichtiger ist das Umfeld, in dem man arbeitet. Ein Team, das Wissen teilt, unterstützt und gemeinsam wachsen möchte, macht gerade in einer neuen Rolle einen enormen Unterschied. Rückblickend war genau das einer der wichtigsten Faktoren für meinen Wechsel und letztendlich auch einer der Gründe, warum ich mich bei Go Next bis heute sehr wohlfühle.



Mein Fazit nach 1,5 Jahren als SAP Security Consultant


Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht. Mittlerweile sind bereits 1,5 Jahre als SAP Security Consultant bei Go Next vergangen. In dieser Zeit durfte ich viele unterschiedliche Projekte begleiten, verschiedenste Unternehmen und Systemlandschaften kennenlernen, mit tollen Menschen zusammenarbeiten und natürlich auch das eine oder andere Problem lösen.


Dabei habe ich vor allem eines festgestellt: Der Wechsel vom Inhouse-Bereich ins Consulting bedeutet nicht einfach nur einen neuen Arbeitgeber oder eine neue Stellenbezeichnung. Es ist tatsächlich ein Perspektivwechsel. Statt eine Systemlandschaft über Jahre bis ins kleinste Detail zu kennen, muss man sich immer wieder neu orientieren. Statt bekannte Prozesse zu begleiten, lernt man unterschiedliche Herangehensweisen kennen. Und statt sich auf dem bereits vorhandenen Wissen auszuruhen, wird man regelmäßig dazu gebracht, Neues zu lernen.


Natürlich hat beides seine Vor- und Nachteile. Ich schätze meine Zeit als Inhouse-Administrator nach wie vor sehr, denn vieles von dem, was ich dort gelernt habe, hilft mir heute dabei, die Sichtweise meiner Kunden besser zu verstehen.


Für mich persönlich war der Schritt in die SAP-Beratung aber genau der richtige. Er hat mich fachlich gefordert, persönlich wachsen lassen und mir gezeigt, wie vielfältig die SAP-Welt tatsächlich ist. Und nach 1,5 Jahren habe ich das Gefühl, dass ich gerade erst angefangen habe.

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